Kann die DJK dem Meisterfavoriten ein Bein stellen?

Mit viel Mut muss die DJK Gmünd gegen den Tabellenersten SVK Beiertheim agieren. Foto: jps

Volleyball, Regionalliga, Frauen DJK Gmünd empfängt Beiertheim am Samstag (17 Uhr) in der Großsporthalle.

JAN-PHILIPP STROBEL

Im ersten Spiel der „Ballmania“ wartet auf die Volleyballerinnen der DJK Gmünd gleich ein echtes Topspiel. Der unangefochtetene Tabellenführer SVK Beiertheim kommt am Samstag um 17 Uhr die Gmünder Großsporthalle.

 

Die Karlsruherinnen sind dabei klarer Favorit, dennoch ist die DJK nicht chancenlos. Bereits im Hinspiel holten die Gmünderinnen in Karlsruhe einen Punkt beim 2:3, selbst mit dezimiertem Kader. „Im Rückspiel vor heimischem Publikum wollen wir daran anknüpfen“, so DJK-Trainer Andreas Moeller. Dennoch kommt mit Beiertheim ein ganz anderer Gegner als in den vergangenen Spielen, der: „ deutlich stabiler ist, schneller spielt und vor allem durch seine großen Spielerinnen im Block sehr stark auftritt“, bemerkt Moeller.

SVK könnte Meister werden

Ein Sieg ist für den SVK Beiertheim also Pflicht, um die Meisterschaft möglichst schnell erreichen zu können. Momentan steht der SVK mit 44 Punkten aus 16 Spielen auf dem ersten Tabellenplatz. Sieben Punkte dahinter steht Tübingen. Die Meisterschaft ist also noch nicht gesichert, mit einem Sieg würde Beiertheim aber einen riesigen Schritt Richtung Titel tätigen. Oder je nach Ergebnis des Verfolgers Tübingen (Heimspiel gegen TTV Dettingen/Teck) könnte der SVK mit einem Sieg in Schwäbisch Gmünd auch schon an diesem Spieltag den Titel sichern.

Im Grunde ist es also nur eine Frage der Zeit, bis Beiertheim sich den Titel sichert. Die Beiertheimerinnen stehen aber dennoch in Zugzwang beim Tabellenfünften DJK Gmünd. Und das wollen die DJK-Volleyballerinnen ausnutzen: „Es ist ein Bonus für uns, dass wir frei aufspielen können. Wir wollen uns im Spitzenspiel zuhause dann bestmöglich präsentieren“, blickt Moeller voraus.

Vergangene Woche hatte der Trainer trotz Sieg ein paar kritische Worte an seine erfahrenen Spielerinnen, die sicherlich in der kommenden Partie noch wichtiger werden. „Vor allem die erfahrenen Spielerinnen müssen mehr Verantwortung übernehmen“, bemängelte Moeller, der gegen Ende der Saison zunehmend mehr auf die Jungen setzt.

„Für uns wird es vor allem darauf ankommen, im Aufschlag und Angriff mit viel Mut zu agieren und es muss uns gelingen, unseren Spielaufbau an den groß gewachsenen, gegnerischen Block anzupassen. Ebenso muss jeder Spielerin klar sein, dass es hier weniger direkte Punkte geben wird, sondern wir um jeden Punkt richtig kämpfen müssen“, sagt Moeller.

Personell gesehen sieht es am Samstag nicht ganz ideal aus. Bei den DJK-Volleyballerinnen fällt Spielführerin Monika Buchner krankheitsbedingt aus. Unter der Woche konnte nur mit einer Mittelblockerin trainiert werden, da Alisa Grunwald ebenso krankheitsbedingt fehlte.

DJK: Baur, Denzinger, L. Federsel, Seitzer, P. Arnholdt, H. Arnholdt, Grün, Weber, Grunwald (?).

© Gmünder Tagespost 02.03.2017 15:50