Andreas Moeller verlässt die DJK Gmünd

Nach nur einem Jahr ist Schluss: Trainer Andreas Moeller verlässt die DJK Gmünd aus beruflichen Gründen. Foto: jps

Volleyball Regionalliga: Der Trainer beendet die Zusammenarbeit aus beruflichen Gründen

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Klaus-Jürgen Roos wollte genau das verhindern: dass er nach einer Saison schon wieder auf Trainersuche gehen muss. Doch dem Abteilungsleiter der DJK Gmünd bleibt dieses schwierige Unterfangen erneut nicht erspart. Nach nur einem Jahr in Gmünd verlässt Andreas Moeller (37) am Saisonende die Frauen des Regionalligisten. „Er will sich beruflich verändern und kann es zeitlich nicht mehr leisten. Es ist ihm nicht mehr möglich, Training und Spielbetreuung weiter wahrzunehmen“, sagt ein enttäuschter Roos über den in Stuttgart lebenden Moeller. Und: „Wir haben so gehofft, dass er bei uns bleibt und wollten mit ihm verlängern.“

 

Auch die Mannschaft sei schockiert gewesen angesichts der Nachricht. „Die Mädels waren platt, als sie es erfahren haben.“ Der Weggang von Andreas Moeller sei ein großer Verlust für die DJK. „Seine Trainingsarbeit und sein Coaching sind hervorragend. Er hat die Mannschaft stabilisiert, hat junge Spielerinnen eingebaut und diese absolut weiterentwickelt“, schwärmt Roos. Kurz: „Er ist ein erstklassiger Trainer, dessen Handschrift man klar sieht.“

Moeller beendet nicht nur seine Trainertätigkeit in Gmünd, er gibt auch seine zweite Mannschaft, die TSF Esslingen, ab. „Durch seine berufliche Veränderung kann er gar kein Amt mehr ausüben“, erklärt Roos.

Damit geht die Trainersuche bei der DJK wieder von vorne los. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass das enorm schwierig ist. „Volleyball-Trainer mit B-Lizenz sind rar“, sagt Roos, der erste Gespräche bereits geführt hat. Wobei er klarstellt: „Ich habe zwar einige Ideen, aber bislang waren es selbstverständlich nur lose Gespräche ohne Ergebnis.“ Deshalb seien auch Spekulationen über mögliche Nachfolger völlig verfrüht.

Was Roos allerdings ausschließen kann: dass ein(e) Trainer(in) aus den eigenen Reihen Moeller beerbt. „Wir haben bei der DJK keine Trainer mit der entsprechenden Lizenz.“ Auch nicht Nico Seitzer, der die zweite Mannschaft in der Oberliga trainiert. Und auch nicht die ehemalige Co-Trainerin Barbara Balint, die immer wieder als mögliche Trainerin gehandelt wird. „Nein, die beiden scheiden aus, weil sie nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringen“, sagt der Abteilungsleiter.

Erfreulich ist unterdessen die Situation in der Mannschaft. „Die Mannschaft bleibt größtenteils zusammen“, sagt Roos. Lediglich die Langzeitverletzten Lisa Federsel und Miriam Tischer stünden in der neuen Saison wohl nicht mehr zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter den Nachwuchskräften Alisa Grunwald und Hanna Arnholdt. „Beide machen jetzt ihr Abitur und wissen nicht, wie es danach weitergeht.“

Zunächst steht am Samstag das Heimspiel gegen den TSV Burladingen an. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Straßdorfer Römersporthalle. Dann wird sich zeigen, wie die Mannschaft den Schock wegsteckt.


© Gmünder Tagespost 09.03.2017 21:13