Da war mehr drin für die DJK

Am Ende unterlagen die Gmünder „Einhörner“. Foto: jps

Volleyball, Regionalliga, Frauen Streckenweise gut mitgehalten: DJK Gmünd unterliegt dem FV Tübinger Modell mit 0:3.

JAN-PHILIPP STROBEL

Eigentlich konnten die DJK-Volleballerinnen mit dem Tabellenzweite aus Tübingen im zweiten und dritten Satz meistens gut mithalten, doch in den entscheidenden Momenten setzten sich dann doch die Favoritinnen aus der Universitätsstadt durch. „Es wäre durchaus mehr drin gewesen“, sagte DJK-Co-Trainer Hannes Bosch nach Spiellende, ohne dabei die Leistung der Gäste schmälern zu wollen, die durchaus verdient mit 3:0 (25:14, 25:23, 25:23) siegten.

 

Zu Beginn sah es allerdings gar nicht gut für die Gmünder DJK aus. Bis zum Spielstand von 6:7 spielten die DJK-Volleyballerinnen noch gut mit, dann erfolgte bei den Spielständen von 7:12 und 10:12 die erste kleine Führung der Gäste. Dann ging es schnell. Die DJK verschlief den weiteren Satz komplett und so stand es am Ende mehr als deutlich 25:14 für Tübingen. „Wir haben uns auch in der Mitte des Satzes dann komplett aufgegeben, den Glauben verloren“, so Bosch, der es aber schaffte, seine Mädels für den zweiten Satz wieder aufzupeppen. Nachdem die Gmünder Einhörner super in den Satz starteten, ging Tübingen mit 11:7 in Führung. Der DJK unterliefen zu viele Fehler, man konnte die Gäste nicht genug unter Druck setzen. Doch dann fassten sich die DJK-Volleyballerinnen nochmals ein Herz und kämpften sich gegen die starken Gäste wieder zurück. Beim 20:20 war die Partie dann vollkommen offen. Beim Punkt zum Stand von 20:22 brachte dann allerdings der Schiedsrichter etwas Unruhe ins Spiel. Ein Ball, der augenscheinlich offensichtlich von der Netzkante zurück ins Tübinger Feld prallte und nicht vom DJK-Block, ließ der Unparteiische weiter laufen. Die DJK hatte nun aufgehört zu spielen, da der Fehler ja offensichtlich schien, doch es gab einen Punkt für die Tübingerinnen, die auch weiter im Satz keine Kompromisse machten und mit ihrer Klasse den Satz entschieden.

„Uns fehlt in so entscheidenden Situationen einfach auch etwas der Kampf, hätten wir hier so gut weiter gespielt wie bei der Aufholjagd zuvor, hätten wir den Satz gewinnen können“, kommentierte Bosch. In den dritten Satz startete die DJK gut. Mit starken Aufschlägen von Svenja Baur und Pavla Stará setzte man die Tübingerinnen deutlich unter Druck und führte somit erstmals mit 6:3. Aber dann folgte das, was der Coach schon so häufig bemängelte: „Uns fehlte die Konstanz, wir dürfen nicht so in Schwächephasen fallen und dann wahre Serien an gegnerischen Punkten kassieren.“

Die DJK kämpfte sich zwar bis zum 23:23 wieder heran, doch dann spielte Tübingen einfach seine Cleverness aus. Symptomatisch war der Schlusspunkt der Gäste zum 25:23, als ein eigentlich aus der Rücklage ungefährlich geschlagener Ball von Elisabeth Seitzer nicht angenommen werden kann. „Da müssen wir besser stehen“, so Bosch, der aber aus dem Spiel auch einiges Positives mitnehmen kann: „Wir haben zwei Sätze gegen eine der Topmannschaften der Liga überwiegend gut mitgehalten.Es war eben klar, dass wenn wir in Tiefphasen fallen, wir die gegen so ein Team nicht mehr ausgleichen können.“

DJK: Fabian, Baur, L. Federsel, Seitzer, Pasieczna, Stará, Weber, Grün, H. Arnholdt, P. Arnholdt, Funk.

<svg class="icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="/images/layout/icons.svg#arrowleft"><svg viewbox="0 0 24 24" id="arrowleft" width="100%" height="100%"><path d="M20 11H7.83l5.59-5.59L12 4l-8 8 8 8 1.41-1.41L7.83 13H20v-2z"></path></svg></use></svg> zurück

© Gmünder Tagespost 19.11.2017 21:12