Zu deutliche Niederlage

Die DJK Gmünd hielt gegen den Tabellenzweiten VfR Umkirch über weite Strecken gut mit. Dennoch unterliefen den Mädels von Trainer Joachim Saam zu viele Fehler, die letztendlich zu einer bitteren 0:3-Niederlage führten. Foto: Jan-Philipp Strobel

Volleyball, Regionalliga Die DJK Gmünd unterliegt dem Tabellenzweiten VfR Umkirch mit 0:3 und geht damit als Siebter in die Winterpause.

JAN-PHILIPP STROBEL

Mit zwei Niederlagen verabschiedete sich die DJK Gmünd in die Winterpause. Doch dabei zeigten die Gmünder Volleyballerinnen gegen den Tabellenführer Stuttgart und Tabellenzweiten Umkirch teilweise starke Leistungen. „Die Mannschaft schafft es noch nicht, einen starken Satz dann gegen so einen Gegner auch durchzubringen. Da fehlt es noch an der Konsequenz“, so DJK-Abteilungsleiter Klaus-Jürgen Roos. Doch man sei mit dem siebten Tabellenplatz sicherlich auch etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Erklärtes Saisonziel der Gmünder Einhörner (12 Punkte) war nämlich der Sprung unter die ersten Vier. Mit aktuell drei Punkten Abstand ist der Tabellenvierte TSG Heidelberg-Rohrbach (15 Punkte) zwar greifbar, doch Tübingen auf Platz drei (23 Punkte) sowie die beiden Tabellenführer Stuttgart und Umkirch mit jeweils 26 Punkten sind schon ein deutliches Stück vorneweg gezogen.

„Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf nur teilweise zufrieden sein. Es war eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen. Nachdem wir stark gestartet waren, gab es auch einige Spiele, die man leichtfertig aus der Hand gab“, erklärt Roos. Sicherlich eine große Rolle spielte dabei die schwere Verletzung von Lisa Denzinger in dem Spiel gegen Heidelberg-Rohrbach. Der Verlust der Außenangreiferin stellte die DJKlerinnen vor viele Probleme. Auch wenn Hanna Arnholdt und Svenja Baur im Außenangriff stark spielten, oder aber die Angriffe über Lisa Federsel gefahren wurden, fehlte dennoch häufig die Durchschlagskraft einer Lisa Denzinger.

Aufgefangen werden musste Denzinger durch junge Spielerinnen. „Wir haben inzwischen die Jungen gut integriert und haben auch Lösungen gefunden, wie wir Lisa ersetzen können“, so DJK-Trainer Joachim Saam. Ab dem fünften Spieltag kamen dann die Jugendspielerinnen Pia Arnholdt, Celine Feichtinger und Jule Nanz regelmäßig zu Einsatzzeiten und integrierten sich gut im Team. Ebenso gut eingepasst hatten sich die Neuzugänge Iwona Pasieczna und Pavla Stará. „In manchen Situationen fehlt noch ein kleines bisschen die Eingespieltheit im Team, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den beiden“, sagt Joachim Saam. So hat Stará als Stammzuspielerin die Lücke aus der Vorsaison auf der wichtigen Position gut geschlossen, Pasieczna spielt auf der Diagonalposition eine tragende Rolle. Sicherlich die entscheidendste Rolle spielte aber die hervorragende Integration der jungen Spielerinnen. In der vergangenen Saison noch häufig als Wackelkandidaten auf dem Platz, so entwickelten sie sich zu echten Leistungsträgerinnen. „Die Jungen wurden super integriert und bringen zunehmend mehr ihre Leistung“, so Roos.

Saisonziel noch erreichbar

 

Da fehlt es noch an der Konsequenz.

Klaus-Jürgen Roos 
DJK-Abteilungsleiter

Nicht ganz so eingesetzt wie eigentlich gewollt konnte Spielführerin Monika Fabian werden. Eigentlich für die Umschulung ins Zuspiel eingeplant, so wurde sie häufiger in der Mitte gebraucht. „Nach dem Weggang von Alisa Grunwald hatten wir in der Mitte ein Problem. Aber mit ihren Schulterproblemen konnten wir Monika Fabian auch nur bedingt einsetzen“, so Saam. Übernommen hatte die Position größtenteils die junge Alisia Weber, die sich gut in die Rolle einfügte. „Wir sind mit allen Mannschaften außer vielleicht Tübingen, Umkirch und Stuttgart auf Augenhöhe. Das heißt, das Saisonziel ist noch locker mit Siegen gegen unsere direkte Konkurrenz zu erreichen. Daher bin ich für die Rückrunde sehr optimistisch“, erklärt Klaus-Jürgen Roos. Gefehlt hätte es aber häufig an der Einstellung der Mannschaft, was auch Trainer Joachim Saam so sieht: „In dieser ausgeglichenen Liga müssen wir jedes Spiel als K.o.-Spiel sehen, in dem nur ein Sieg zählt, da darf man sich gegen keinen Gegner zu sicher sein. Hier muss die Einstellung in den Köpfen noch verbessert werden.“

Doch über die gesamte Hinrunde hinweg konnten durchaus viele Verbesserungen verzeichnet werden. „Wenn ich den Stand aus der Vorbereitung mit dem jetzigen Leistungsstand vergleiche, dann hat sich da einiges getan“, sagt Saam. Beispielsweise hatte die DJK in einigen Spielen massive Annahme- und Abwehrprobleme. Doch durch gezieltes Training war in den vergangenen beiden Partien nichts mehr davon zu sehen. Libera Steffi Grün holte häufig starke gegnerische Angriffe heraus, auch Jugendspielerin Pia Arnholdt konnte maßgeblich zur Stabilisierung der Abwehr beitragen. „Wir haben auch ohne den schweren Verlust von Lisa Denzinger auf jeden Fall das Potenzial vorne mitzuspielen und auch mal gegen Topteams zu gewinnen. Unsere Jugendspielerinnen sind sehr talentiert und haben sich gut integriert“, sagt Außenangreiferin Svenja Baur, die dennoch allerdings nicht ganz zufrieden ist: „Mit den siebten Platz kann ich nicht zufrieden sein. Wir müssen in der Rückrunde unsere Eigenfehler auf jeden Fall weiter reduzieren und noch lauter auf dem Spielfeld werden.“ Trainer Joachim Saam will noch etwas an der Präzision arbeiten: „Wir müssen neben der Einstellung auch noch einige Details wie die Präzision verbessern und selbstverständlich an Konstanz zulegen.“

Weiter geht es für die DJK Gmünd am 13. Januar 2018 um 16 Uhr bei der TSG Heidelberg-Rohrbach. Gegen den Tabellenvierten könnten die DJK-Volleyballerinnen wieder einen großen Schritt nach vorne tätigen.

 

© Schwäbische Post 26.12.2017 20:29