DJK steckt weiter in der Krise

Die Mimik spricht Bände. Die Volleyballerinnen der Gmünder DJK stecken tief im Abstiegskampf. Foto: Jan-Philipp Strobel

Volleyball, Regionalliga Die DJK Gmünd verliert in Burladingen 1:3 und steckt damit noch tiefer im Abstiegskampf.

Ohne wichtige Punkte gegen den Abstieg im Gepäck, mussten die Gmünder Einhörner den langen Weg von Burladingen zurück über die Alb antreten.

Dabei war bei der 1:3-Niederlage mehr drin gewesen. Umso größer die Enttäuschung bei den DJK-Volleyballerinnen, für einen großen Kampf nicht belohnt worden zu sein. „Wir haben uns vorgenommen, das Spiel zu gewinnen. Genauso haben wir gespielt. Dennoch haben wir nicht gewonnen. Wir können uns nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben, zu gewinnen. Am Ende hat sich aber Burladingen durchgesetzt“, lautet die nüchterne Bilanz von Trainer Joachim Saam über ein Spiel mit Höhen, aber auch Tiefen. Nachdem die DJK den ersten Satz klar mit 25:14 dominierte, waren die Weichen zunächst auf Sieg gestellt.

Doch dann folgte der Einbruch. Die Burladingerinnen fanden über den Kampf nun besser ins Spiel und so ging es mit einem offenen Schlagabtausch durch Satz Nummer zwei. Zunächst führte die DJK sogar mit 11:10, doch dann schlichen sich reihenweise Fehler ins Gmünder Spiel ein, die eine 14:11-Führung für die Gastgeberinnen bescherten. Doch die Gmünder Mädels konnten dem Rückstand nur noch mit viel Aufwand hinterherlaufen und beim 25:21 für Burladingen nichts mehr ändern. „Wir spielen im ersten Satz den Gegner an die Wand. Doch machen dann im zweiten Satz so viele Fehler. Wir suchen händeringend nach einer Erklärung dafür, stellenweise auf Drittligaliga-Niveau zu spielen, und im nächsten Moment auf Landesliga-Niveau abzufallen“, erklärte Joachim Saam.

Auch im dritten und vierten Satz ein ähnlicher Verlauf. Stellenweise konnten die DJK-Volleyballerinnen ein super Spiel machen, doch fielen dann in unterirdische Tiefphasen. So gingen auch diese beiden Sätze mit 25:21 und 25:18 deutlich an Burladingen. Und die Gmünder Einhörner mussten bei der am Ende bittereren 1:3-Niederlage ohne Punkte nach Hause fahren. „Vielleicht ist weniger mehr in dem Sinne, in bestimmten Spielphasen nicht schön zu spielen, sondern einfacher, aber dafür sicherer und präzisier“, meint Joachim Saam. „Burladingen hat uns durch eine gute Verteidigung immer wieder in lange Ballwechsel gezwungen und diese zu ihren Gunsten entschieden. Aus der Verteidigung heraus haben sie in den Angriffen mehr Druck erzeugt als wir und die entscheidenden Punkte erzielt“, analysiert Saam. Zwar konnte der Trainer noch positiv anmerken: „An Einstellung und Willen mangelt es uns nicht. Aber für die nächsten Spiele müssen wir daran arbeiten, auch aus Off-System-Situationen heraus den Angriffsdruck zu erhöhen und damit die Gegner zu Fehlern zu zwingen.“ 
Den Anschluss verloren 

So hat sich mit der fünften Niederlage in Folge die Situation für die DJK Gmünd noch weiter zugespitzt. Der Anschluss ans Mittefeld ist vorerst einmal verloren. Mit 14 Punkten auf den Rang acht fehlen der DJK nun bis auf den Tabellenfünften Burladingen schon sieben Punkte, bis auf Heidelberg-Rohrbach auf Rang vier sogar acht. Die Gmünder Einhörner werden in den kommenden Wochen alles geben müssen um diesen Abwärtstrend aufzuhalten. Dabei wird das bevorstehende Spiel bei der TSG Backnang (13 Punkte, Platz neun) ein wegweisendes. Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf könnte damit eine erste Vorentscheidung fallen. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. 
Jan-Philipp Strobel

DJK: Fabian, Baur, L. Federsel, H. Arnholdt, P. Arnholdt, Stará, Pasieczna, Seitzer, Grün, Weber, Nanz.

© Schwäbische Post 28.01.2018 20:49