Das Schlüsselspiel um den Abstieg

Für die DJK Gmünd steht am Samstag in Backnang ein richtungsweisendes Spiel im Kampf gegen den Abstieg bevor. Foto: jps

Volleyball, Regionalliga Die DJK Gmünd steht vor einem richtungsweisenden Spiel.

JAN-PHILIPP STROBEL

Es wird ein Schlüsselspiel für die DJK Gmünd am Samstag um 19.30 Uhr in Backnang. Denn der Tabellenvorletzte Backnang (13 Punkte) empfängt die Gmünder Einhörner, die nur einen Punkt davor auf Rang acht stehen.

Derjenige, der diese Partie gewinnt, setzt vielleicht den entscheidenden Schritt in Richtung Nichtabstieg. Denn voraussichtlich ist die Tabellenposition neun, auf der die TSG Backnang gerade steht, der erste Abstiegsplatz. Dahinter kommt nur die VSG Ettlingen/Rüppurr, die mit drei Punkten auf dem Konto schon so gut wie für die Oberliga planen kann. „Wir wissen um was es geht, und die Mädels sind alle auf Sieg geeicht“, versichert DJK-Trainer Joachim Saam. Dass die Gmünder DJK gerade unter ihrem Potenzial spielt, ist klar, dennoch fragt im Abstiegsfall niemand nach einem „Hätte“ oder „Wenn“. „Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, dann geht es wieder aufwärts“, glaubt der Coach, der seiner Mannschaft zumindest schon einmal in dieser Trainingswoche eine super Einstellung attestierte: „Wir haben hervorragend trainiert und sind voll motiviert. Wir werden alles geben.“ So hatte die DJK das Hinspiel zwar mit 2:3 verloren, doch Saam ist sich siegessicher. „Damals war Backnang sehr viel Risiko in den Aufschlägen gegangen, inzwischen haben wir eine besser stehende Annahme dem gegenüberstehen. Das sollten wir schaffen.“ Auch um zukünftig wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen, hat der Trainer nun eine definitive Startformation festgelegt. So sollen Iwona Pasieczna und Svenja Baur die Hauptangreiferin sein. Dazu kommen Monika Fabian und Elisabeth Seitzer in der Mitte sowie Lisa Federsel Diagonal und Pavla Stará im Zuspiel. Auf eine Libera will der Trainer anfangs verzichten. „Wir hatten immer wieder mannschaftsintern Diskussionen bezüglich der Positionen und immer wieder haben wir ausprobiert, doch nun können wir nicht mehr experimentieren“, so Saam. So wollen die DJK-Mädels alles geben, doch häufig wurde der Einsatz in dieser Saison nicht belohnt. Lange Fehlerketten und starke Leistungsschwankungen machten den Gmünderinnen immer wieder Striche durch die Rechnung. „Wir müssen die Schuld für die aktuelle Tabellensituation auf jeden Fall bei uns selbst suchen“, so Saam.

Mit einem Sieg könnten die DJKlerinnen auf jeden Fall einen großen Schritt in Richtung Mittelfeld machen. Dort stehen gerade der VC Offenburg II auf dem siebten Platz punktgleich mit der DJK und der TTV Dettingen/Teck mit 17 Punkten auf Platz sechs. Dieser wird auch nötig sein, denn wenn man die restlichen Spiele der DJK betrachtet, so wird klar, dass man jetzt Punkte sammeln muss.

Zwar wird gegen die VSG Ettlingen/Rüppurr ein Sieg zur Pflicht, doch mit Tübingen und Stuttgart kommen auch noch zwei Mannschaften, gegen die man sich im Normalfall keine Punkte ausrechnen sollte. Zum großen Showdown wird es dann gegen den VC Offenburg II kommen, der aber angesichts damals akuter Abstiegsnot wohl zu neuer Stärke gefunden hat. Aus den vergangenen fünf Spielen wurden vier gewonnen und damit zwölf Punkte geholt. Die DJK holte aus im gleichen Zeitrahmen zwei Punkte bei fünf Niederlagen.

Deshalb wird das nun bevorstehende Spiel gegen Backnang wohl auch das entscheidendste, um die TSGlerinnen hinter sich zu halten.

DJK Gmünd: Fabian, Baur, Seitzer, L. Federsel, Pasieczna, Stará, H. Arnholdt, P. Arnholdt, Grün, Weber, Feichtinger, Nanz.

© Schwäbische Post 01.02.2018 18:19