„Habe weiter Vertrauen in das Team“

Keine einfache Situation: Die DJK Gmünd muss dringend punkten, sonst droht den Einhörnern Abstieg in die Oberliga. Foto: Jan-Philipp Strobel

Volleyball, Regionalliga Nach der Niederlage in Backnang ist die Situation für die DJK Gmünd bedrohlich. Der Abstieg in die Oberliga droht.

JAN-PHILIPP STROBEL

Zum ersten Mal seit der Drittligasaison 2015/2016 steht die DJK Gmünd wieder auf einem Abstiegsplatz. Dieses Mal allerdings in der Regionalliga. Die Niederlage im Schlüsselspiel gegen die TSG Backnang war eine bittere für die Gmünder Einhörner, damit konnte sich Backnang nämlich im Dreikampf um den achten Platz etwas Luft nach oben verschaffen.

„Die Niederlage war sehr enttäuschend, nun müssen wir im nächsten Spiel gegen Ettlingen/Rüppurr drei Punkte als Grundvoraussetzung holen“, sagt DJK-Abteilungsleiter Klaus-Jürgen Roos. So steht den Gmünderinnen in den letzten vier Spielen aber eine alles andere als einfache Aufgabe bevor. Denn mit Stuttgart und Tübingen kommen zwei Top-Mannschaften der Liga.

Ein Endspiel steht dann wahrlich gegen den VC Offenburg II am 10. März vor heimischen Zuschauern bevor. Die Offenburger Zweite hat in den vergangenen fünf Spielen nur einmal verloren und sich somit im Abstiegskampf wieder eine gute Ausgangslage verschafft. Dazu muss aber bei der DJK im Vergleich zu den vergangenen Spielen eine deutliche Leistungssteigerung her. „Wir haben teilweise gute Sätze mit dabei, schaffen es aber nicht, das durchzuziehen“, erklärt Roos die missliche Lage. Und ohne den Verlust von Lisa Denzinger würde die DJK sicher auch nicht so schlecht da stehen. Das alles bringt aber nun nichts, die Mannschaft muss nun punkten. „Ich bin weiter guter Dinge, aber jetzt gibt es keine Entschuldigungen mehr für irgendetwas. Wir sind Trainingsweltmeister, bekommen die Leistung aber nicht aufs Spielfeld“, so Trainer Joachim Saam, der zuletzt auch die Mannschaftsleistung kritisierte. „Wir haben sehr gute Einzelspielerinnen, doch im Kollektiv stimmt gerade die Leistung nicht.“

Dabei stellt sich zwischenzeitlich auch die Frage, wie es im Falle eines Abstiegs in die Oberliga weitergeht. „Ich habe nichts anderes vor und würde die Mannschaft weiter begleiten“, sagt der Trainer. Abteilungsleiter Klaus-Jürgen Roos will noch nicht über Eventualitäten sprechen: „Jetzt spielen wir erst einmal so lange, bis eine definitive Entscheidung feststeht, und dann können wir reden. Für die Regionalliga haben bereits alle wieder zugesagt, da sehe ich kein Problem, für die Oberliga gehe ich aber auch davon aus, dass ein Großteil bleiben würde. Da gibt es momentan keine Trainerfrage.“

„Das letzte bisschen fehlt“

 

Es gibt keine Entschuldigungen mehr.

Klaus-Jürgen Roos 
Abteilungsleiter der DJK Gmünd

Das Ziel ist nun der achte Platz für die Gmünderinnen. „Ich gehe einfach davon aus, dass es zwei Absteiger gibt. Platz acht wird definitiv für den Klassenerhalt reichen. Spekulieren, ob auch der neunte Platz reichen könnte, wird bei uns niemand“, erklärt Roos.

Der Abteilungsleiter appelliert nun positiv an die Mannschaft und die Zuschauer: „Die Leistungen der vergangenen Wochen waren ja meist gar nicht so schlecht wie das Ergebnis sagt. Mit den Teams aus dem Mittelfeld waren wir ja auf Augenhöhe, uns fehlte dann aber noch das letzte bisschen, um den Sieg durchzuziehen.“ Die Marschroute heißt nun sechs Punkte aus den Spielen gegen Ettlingen/Rüppurr und Offenburg II. Und eventuell noch Punkte gegen die beiden Topteams. „Man weiß ja auch nie genau, wie die anderen Mannschaften auftreten. Für Tübingen geht es um nichts mehr. Oder vielleicht können uns Mädels ja gerade gegen eine Spitzenmannschaft befreit aufspielen. Unter Druck hatte es ja in Backnang nicht geklappt“, so Roos.

Im Falle eines Abstiegs in die Oberliga müsste die Zweite übrigens nicht zwangsläufig runter. „Bis zur Oberliga könnten auch zwei Teams in einer Liga spielen“, so Roos, der klarstellt, dass „ich weiter volles Vertrauen ins Team habe“.

© Schwäbische Post 06.02.2018 18:37