Frei spielen vor dem Showdown

Die Regionalligavolleyballerinnen der DJK Gmünd müssen am Samstag beim Tabellendritten in Tübingen antreten. Ein Punktgewinn wäre nicht nur gut fürs Selbstvertrauen. Foto: jps

Volleyball, Frauen, Regionalliga Die DJK Gmünd gastiert am Samstag beim Dritten, dem Förderverein Tübinger Modell. Ein Sieg ist erst nächste Woche Pflicht.

Jan-Philipp Strobel

Vier Punkte aus drei verbleibenden Spielen sollen es nach dem Willen der DJK-Verantwortlichen noch sein, um den Klassenerhalt in der Regionalliga zu sichern. Dazu könnte im kommenden Spiel am Samstag um 19.30 Uhr beim FV Tübinger Modell der erste Schritt getätigt werden. Doch, dass die Aufgabe beim Tabellendritten nicht einfach wird, das weiß man bei der DJK Gmünd auch. Im Hinspiel musste man eine bittere 0:3-Niederlage einstecken. „Auch, wenn wir gute Ansätze im Spiel hatten“, sagt Trainer Joachim Saam.

Nun ist die Konstellation aber anders. Denn damals war Tübingen noch halbwegs ins Aufstiegsrennen involviert, nun geht es für den Förderverein um rein gar nichts mehr, außer vielleicht darum, den dritten Platz zu verteidigen. Doch dies könnte auch Motivation genug sein, sich nicht vom Tabellenachten vorführen zu lassen.

Umso wichtiger wären Punkte für die Gmünder Einhörner in Tübingen allerdings, da der Neunte, die TSG Backnang, gegen den Absteiger VSG Ettlingen/Rüppurr höchstwahrscheinlich dreifach punkten wird. So wie auch die DJK am vergangenen Spieltag, die, wie Trainer Joachim Saam sagt, „daraus hoffentlich Selbstvertrauen mitnehmen konnte.“

Zutrauen in eigene Stärke

Im Schlusssprint folgen dann nämlich noch der VC Offenburg II und Tabellenführer Stuttgart. Mit in die Karten könnte der DJK spielen, dass die Konkurrenten Backnang und Offenburg am letzten Spieltag gegeneinander antreten. Darauf verlassen will sich in Gmünd aber niemand. „Wir können und wollen es noch aus eigener Kraft schaffen“, sagt Saam. So ist die Devise des Gmünder Trainers auf jeden Fall, in Tübingen siegen zu wollen. „Wir haben den Kader dazu und trauen uns das auch zu. Wenn Dettingen das schafft, dann können wir das auch schaffen.“ Gemeint ist die Niederlage der Tübingerinnen am vergangenen Spieltag gegen Dettingen/Teck.

Wir haben den Kader, um zu siegen.

Joachim Saam
Trainer DJK Gmünd

Doch Saam weiß auch, dass der FV in der Breite einen guten Kader hat. „Die haben einen sehr ausgeglichenen Kader, haben auf allen Positionen mehrere Optionen. Deshalb dürfen wir sie durch gute Aufschläge gar nicht erst ins Spiel kommen lassen“, so Saam, der dabei aber auch weiß, dass „Tübingen das natürlich auch mit uns versuchen wird“.

Die DJK muss in dieser Partie noch nicht unbedingt punkten. Saam: „Wir haben nichts zu verlieren, können frei aufspielen.“

Dabei wäre zumindest ein Punktgewinn schon hilfreich im Abstiegskampf und würde vor dem Showdown am folgenden Spieltag zu Hause gegen Offenburg II nochmals Selbstvertrauen geben.

DJK: Fabian, Baur, Stará, Pasieczna, Seitzer, H. Arnholdt, P. Arnholdt, Grün, L. Federsel, Weber, Feichtinger, Nanz

© Schwäbische Post 22.02.2018 19:20