Endspiel im Abstiegskampf

Für die Regionalligavolleyballerinnen der DJK Gmünd um Svenja Baur zählt am Samstag zu Hause gegen Offenburg nur eines: kämpfen und den Sieg einfahren. Foto: jps

Volleyball, Regionalliga Die DJK Gmünd empfängt den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf VC Offenburg II. Ein voraussichtlich entscheidendes Spiel.

Jan-Philipp Strobel

Es wird das große Endspiel für die DJK-Volleyballerinnen am Samstag um 20 Uhr in der Straßdorfer Römersporthalle. Gegen den VC Offenburg II wird eine Vorentscheidung um den Ligaverbleib fallen. Denn am vorletzten Spieltag stehen die Mannschaften mit jeweils 17 Punkten auf den Tabellenrängen acht und neun. „In diesem Spiel gibt es nichts: wir müssen 3:0 gewinnen, sonst sieht es stockdunkel aus“, so DJK-Trainer Joachim Saam.

Doch nicht einmal mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt für die Gmünderinnen wirklich sicher, da man am letzten Spieltag beim Tabellenzweiten Stuttgart wohl mit nicht allzu vielen Punkten rechnen sollte. Doch ohne einen Sieg im nun bevorstehenden Spiel müsste man sowieso kaum mehr rechnen. Dabei wird diese Aufgabe gegen den in der Rückrunde erstarkten Volleyballclub alles andere als einfach. Denn die Offenburgerinnen holten aus den vergangenen acht Spielen fünf Siege, dabei unter anderem ein 3:1 gegen den FV Tübingen. Gegen diesen unterlag die DJK vor zwei Wochen mit 0:3. Zudem läuft die Runde für die Gmünder Einhörner alles andere als ideal. So holte die DJK aus den vergangenen acht Partien nur einen Sieg und sieben Niederlagen. Begonnen hatte die Niederlagen-Serie mit einem 1:3 gegen Stuttgart. Davor gab es allerdings – das könnte wieder ein Vorteil für Gmünd sein – einen 3:0-Sieg gegen Offenburg.

Einfach nur gewinnen

Dabei scheint beim Volleyballclub, der schon jahrelang die 2. Bundesliga anführt, nie ganz so klar, wie die zweite Mannschaft ins Spiel geht. „Die haben natürlich junge Talente aus dem Stamm der 2. Liga, aber wir wollen da gar nicht zu viel spekulieren, es ist schwer vorherzusehen“, so Saam.

Wichtig sei es vor allem für die DJK, das eigene Spiel zu machen. „Wir spielen ja in allen Partien gut mit, es ist ja nicht so, dass wir da abgeschossen werden. Wir müssen es nur einmal schaffen, uns den Erfolg da nicht selbst zu vermasseln.“ So spielten die Gmünder Einhörner in den meisten der vergangenen Partie in den engen Sätzen lange mit, doch dann passierte eine Fehlerkette, von deren Rückstand man sich nicht mehr erholte. „Wenn wir unsere Annahme nach vorne bringen, dann haben wir am Samstag alle Möglichkeiten der Welt. Wenn man aber gleich wieder mehrere Punkte zurückliegt, dann holt man das in den entscheidenden Phasen nicht mehr auf“, blickt Joachim Saam voraus.

Wir müssen 3:0 gewinnen, sonst sieht es stockdunkel aus.

Joachim Saam, Trainer DJK Gmünd

Für den Trainer gibt es jetzt aber auch keine Ausreden mehr. „Alle wissen worum es geht. Wir haben in der Saison so viele Varianten ausprobiert, jetzt gibt es keine Alternativen mehr.“

So dürfen die Zuschauer am Samstag auf jeden Fall auf eine spannende Partie gefasst sein. „Auch Offenburg weiß natürlich worum es geht und wird alles daransetzen, zu gewinnen. Die werden uns nichts schenken. Es wird ein heißer Fight, beide Teams werden gleich nervös sein.“

DJK: Fabian, Baur, Stará, Pasieczna, Seitzer, Grün, L. Federsel, Weber, H. Arnholdt, P. Arnholdt, Feichtinger, Nanz.

© Schwäbische Post 08.03.2018 18:24