Süddeutsche Ü37-Volleyballmeisterschaft 2026: Revanche, Dramatik und ein Ticket nach ganz oben
Schwäbisch Gmünd. Vier Wochen nach den Württembergischen Meisterschaften vom 1. Februar 2026 lag elektrisierende Spannung in der Luft. Damals hatte die DJK Schwäbisch Gmünd Ladies sensationell den amtierenden Deutschen Meister, die MTV Stuttgart Seniorinnen, entthront und sich den Landestitel gesichert. Nun kam es bei der Süddeutschen Ü37-Meisterschaft zum erneuten Gipfeltreffen – und die Frage stand im Raum: Würde sich die Geschichte wiederholen?
Der Showdown im Modus „Jeder gegen Jeden“:
Das Teilnehmerfeld versprach Hochspannung. Neben den beiden württembergischen Schwergewichten gingen auch die VSG Ettlingen Rüppur sowie die TVÜ Ladies Überlingen ins Rennen. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ zählte jeder Ballwechsel – und jede Unachtsamkeit konnte das Aus im Titelrennen bedeuten.
Gleich im direkten Duell zwischen Schwäbisch Gmünd und Stuttgart knisterte die Atmosphäre in der Großen Kreissporthalle. Die Gmünderinnen stemmten sich mit Leidenschaft gegen die Revanchegelüste des Titelverteidigers, kämpften um jeden Punkt, warfen sich in jeden Ball. Doch diesmal zeigte der MTV seine ganze Routine und Klasse. Mit druckvollen Aufschlägen, konsequentem Blockspiel und eiskalter Chancenverwertung sicherten sich die Stuttgarterinnen einen 2:0-Satzerfolg. Schwäbisch Gmünd hielt dagegen – konnte das klare Ergebnis jedoch nicht verhindern.
Stuttgart marschierte durch.
Der MTV ließ auch in den weiteren Partien nichts anbrennen. Drei Spiele, drei Siege – eine makellose Bilanz. Mit dieser dominanten Vorstellung krönten sich die Stuttgarterinnen souverän zum Süddeutschen Meister und lösten damit direkt das Ticket zur Deutschen Meisterschaft.
Gmünder Comeback mit Herzschlagfinale:
Doch wer nun dachte, die DJK würde an der Auftaktniederlage zerbrechen, irrte gewaltig. Im Gegenteil: Die Mannschaft zeigte Charakter. Gegen die VSG Ettlingen Rüppur entwickelte sich ein Spiel, das alles bot, was das Volleyballherz begehrt. Spektakuläre Ballwechsel, spektakuläre Rettungstaten in der Feldabwehr, wuchtige Angriffe über die Außenposition – und ständig wechselnde Führungen.
Jeder Satz war ein Krimi. Punkte wurden bejubelt, Sekunden später wieder ausgeglichen. Die Zuschauer in der Großen Kreissporthalle hielt es längst nicht mehr auf den Sitzen. Am Ende setzte sich die DJK mit 2:1 durch – denkbar knapp, aber verdient. Ein Spiel, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Mit neuem Selbstvertrauen ließen die Gmünderinnen im abschließenden Spiel gegen die TVÜ Ladies Überlingen nichts mehr anbrennen. Konzentriert, stabil in Annahme und Angriff, holten sie sich einen souveränen 2:0-Erfolg.
Der zweite Platz bedeutet für die DJK Schwäbisch Gmünd nicht nur die Vize-Süddeutsche Meisterschaft, sondern auch die Teilnahme an einem Qualifikationsspiel zur Deutschen Meisterschaft. Die Tür zur nationalen Bühne bleibt also weit geöffnet.
Doch eines hat dieses Turnier eindrucksvoll gezeigt: In dieser Altersklasse entscheiden nicht nur Routine und Erfahrung, sondern auch Leidenschaft, Teamgeist und der unbedingte Wille, in jeden Spiel an seine Grenzen zu gehen.
( Beitrag: em )
